Am Karsamstag waren alle Gläubigen zum stillen Gebet vor dem Heiligen Grab in unserer Pfarrkirche eingeladen. Den ganzen Tag über kamen Menschen, um in besinnlicher Stille zu verweilen und sich innerlich auf das Osterfest vorzubereiten.
Am Nachmittag feierten Kinder mit ihren Familien die Osterandacht (gestaltet von den Wurli-Wuzerl) – lebendig, fröhlich und erfüllt von der Hoffnung auf das, was kommt.
Bei Einbruch der Dunkelheit versammelten sich die Gläubigen vor dem Kirchenportal. Dort segnete Kaplan Miki das Osterfeuer, bevor daran die Osterkerze entflammt wurde. Mit der brennenden Kerze zog Kaplan Miki mit den Ministranten in die dunkle Kirche ein, während dreimal sein Ruf „Lumen Christi – Licht Christi“ erklang und nach und nach das wärmende Licht die Kirche erfüllte.
So begann der Osternachtsgottesdienst um 20 Uhr – feierlich eröffnet und musikalisch eingestimmt durch Leo Röcklingers eindrucksvolle Darbietung des Exsultet. Kaplan Miki wählte in diesem Jahr vier Lesungen und sprach eine kurze, herzliche Predigt. Mit einem aufmunternden „Los geht’s!“ lud er seine Ministranten und die ganze Gemeinde ein, einander die Hand zu reichen und „Frohe Ostern!“ zu wünschen. Diese Geste brachte eine spürbare Freude und Gemeinschaft in die Kirche, die die ganze Feier hindurch anhielt.
In dieser besonderen Nacht des Kirchenjahres stand die Feier ganz im Zeichen von Licht, Leben und der Auferstehung Jesu. Gemeinsam bekannten die Gläubigen freudig: „Halleluja! Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden – Halleluja!“ Das Taufwasser wurde gesegnet, ebenso die Gläubigen und deren mitgebrachten Speisen. Nach rund zweieinhalb Stunden ging eine festliche und stimmungsvolle Feier zu Ende – getragen von Dankbarkeit und österlicher Freude.